Einfache Backuplösung für den Univention server

Guten Abend liebe Community,

Ich habe eine ganz simple Fragestellung bei der ich einfach nicht weiterkomme:

ich habe einen Univention Server als kleinen privaten Server. Wie kann ich es einrichten, dass dieser einfach regelmäßig ein Backupimage des gesammten Systems auf meine NAS im Netzwerk spielt, sodass ich im Notfall das System mit einer entsprechenden Rescue CD wiederherstellen kann.

Ich google jetzt schon einige Stunden und finde nichts passendes. Könnt ihr mir da weiterhelfen? Ich wäre euch sehr dankbar, denn mein Server ist perfekt eingerichtet… bis auf dass ich keine regelmäßigen Backups des Systems erstellen kann, Stand jetzt :wink:

Vielleicht hilft Dir dieses:

Ich selber nutze UCS in einer VM, von der ich alle 2 Tage ein Vollbackup ziehe. Vorteil: Ich kann so auch ohne Probleme einen Plattform-Wechsel durchführen, ohne dass mein UCS angepasst werden muss.

Ist kostenlos, läuft automatisch, nahezu Null Konfigurationsaufwand, unterstützt NAS, macht ein Vollbackup und dann inkrementelle Backups.

Wir nutzen hier UCS auch nur in VM’s unter Proxmox. Vollbackup garantiert.

Das klingt absolut edel. Genau was ich brache. Die Frage ist: Lässt sich das auf einem UCS System installieren? Haben Sie damit schon Erfahrung?

Ja, das Problem ist, dass UCS bei mir der Host für VMs ist. Und nebenbei auch noch Netzwerkfreigaben, owncloud etc. bereitstellt. Mir wäre es schon wichtig auch das Host System zu sichern :slight_smile:

Ja, habe UCS auf einem vServer installiert, für Kopano und Nextcloud.

Bei Veeam einen Account anlegen, dann kann man das freie Debian Package herunterladen. Dieses auf den Server kopieren und dann per SSH installieren

dpkg -i ./veeam-release*
apt-get update
apt-get install veeam

und aufrufen und konfigurieren
veeam

Er macht bei mir ein Backup auf eine zweite Partition von der ich dann alle paar Tage manuell per FTP die Sicherungen auf mein NAS zuhause sichere. Das ist natürlich nicht optimal, aber der einfachste Weg. Eleganter wäre, das Backup auf einen zweiten Server, oder einen Storage Server, direkt zu sichern.

Sehr wichtig:
Austesten wie einfach eine Rücksicherung funktioniert und ob sie funktioniert. Hat man den Server zu Hause ist das alles kein Problem da man physischen Zugriff hat. Hat man einen vServer (ich habe einen bspw. bei Netcup) ist das meist auch kein Problem, da sowieos alles virtuell ist und man externe Datenträger einbinden kann. Hat man aber einen bare-metal Server (bspw. bei Hetzner) ist das schon etwas aufwendiger aber auch alles kein Problem, man muss sich halt bewusst sein, dass man ein Ticket eröffnen muss, damit eine KVM Konsole an den Server angeschlossen wird, mit dem Recovery USB Stick.

Edit:
Schon mal überlegt das ganze anders aufzubauen. D.h. Proxmox zur virutalisierung, da drin läuft dann UCS auf einer virtuellen Maschine, daneben Owncloud als Linux Container (LXC), sonstiges auf weiteren VM oder LXC …

Hallo Frank,
Vielen Dank! Die Installation hat schonmal geklappt. Die NAS auf die gesichert werden soll ist bestellt. Soviel ich in der Veeam - Dokumentation gelesen habe sollte das funktionieren.

Zu deinem Edit: Ja, da habe ich schon drüber nachgedacht. Allerdings habe ich aktuell keine Zeit mich in andere Lösungen reinzuarbeiten. UCS hat bei mir gut funktioniert und ist über das App System auch sehr einfach zu bedienen. Von daher fahre ich mit der Lösung die ich kann. In Zukunft wäre eine Umstruktuierung natürlich mal als weitere Projekt denkbar. Wieweit ich da mit Virtualisierung mit meinem 4kerner I5 komme gilt es noch herauszufinden :wink: Aktuell kümmere ich mich erstmal um eine solide Backuplösung… Und dem bin ich denke ich ein Stück näher gekommen. Also vielen Dank für deine Hilfe :wink:

BTW: Die Virtualisierung fällt in der Version 5 weg. Sollte man sich wohl nach alternativen umsehen. Proxmox könnte eine Alternative sein.

“Operating virtual machines under UCS will also be possible in the future, and existing virtual machines will continue to function. However, we will no longer maintain the graphical administration ourselves but recommend Open Source tools instead. Details will be communicated together with the release of UCS 5.0.”
Also KVM wird es wohl weiter geben, VMs werden auch weiter möglich sein. Nur den VMM wird es nicht mehr geben.

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Moin
Veeam ist eine gute Lösung und auch das Zurückspielen des Backups über die CD funktioniert gut, Festplatten werden eingerichtet, partitioniert und dann zurück gespielt.
Mit der Virtualisierung stand ich vor dem gleichen Problem in Hinblick auf die 5er Version und der teilweise fehlenden Komponenten. Ich habe mich für Proxmox VE entschieden und der Umstieg ging an einem Sa.
VMs auf einer externen Festplatte gesichert, alte Haupt-Installation von der Virtualiiserung “befreit”
dd des Systems auf eine externe Festplatte in eine raw Datei
Proxmox VE installiert, Maschine mit den gleichen Werten, CPU, Speicher usw angelegt, Festplatte importiert, Platte der VM zugeordnet und gestartet. Dann muß nur die Netzwerkkarte angepasst werden und alles läuft wie vorher. Das Gleiche dann mit den restlichen VMs, anzupassen ist jeweils nur die Netzwerkkarte.
In Proxmox hat man dann auch sehr gute Backup Möglichkeiten, ich mache das automatisch über nfs auf mein NAS
Zu deinem i5
Ich habe einen zweiten “Server” mit i3 mit 16GB als Proxmox Basis mit 3 VMs

  • Windows 10 Client für Filemaker
  • Proxmox Mailgateway
  • Zabbix

Die CPU Last liegt zwischen 5-20%
CPU(s) 4 x Intel® Core™ i3-7100U CPU @ 2.40GHz

Grüße aus Berlin

Ben

Wir setzen ebenfalls 3 Cluster mit Proxmox ein. Jedoch auch eines mit Collax V-Cube (2 Knoten mit DRDB) für unser ERP-System.

Collax wiederum bietet hier eine Anleitung für P2V. Darin ein Link für eine Collax-ISO mit einem Assistenten für Clonezilla.
Damit habe ich bei meinem Hauptarbeitgeber praktisch alle Systeme virtualisiert. Direkt über Netzwerk, ist somit der absolut geringste Aufwand.

Die ISO möchte ich empfehlen mal auszuprobieren.

Stefan
EGroupware Community Manager

Hallo Stefan
danke für die Info. Ich werde das mal testen.

Grüße aus Berlin
Ben