UCS Restore samba / ldap

german

#1

Hallo Forum!

Ich habe durch eine große Dummheit meinerseits den bis dahin einwandfrei laufenden UCS-Server zerschossen :frowning: Backup ist allerdings mit sep sesam vorhanden (zumindest /var und /etc und die Benutzerdaten).

Der Server war als DC-Master mit Samba4 und Zarafa konfiguriert. Mittlerweile konnte ich den Server wieder mit der UCS v3.2 CD neu aufbauen (zuvor war dieser mit der c’t-Edition installiert, der Neuaufbau damit scheiterte immer wieder an anderer Stelle). Entsprechend gibt es ein paar unterschiede zum vorherigen System. z.B. sind nun mehr Part. angelegt und diese als ext4 und nicht mehr ext3 u.s.w. Folglich kann ich das Backup nicht 1:1 zurückspielen.

Ich konnte bisher die einzelnen Verzeichnisse und Benutzerdaten über sesam “sbc” aus dem Backup wiederherstellen. Da das neue System nicht zu 100% wie das ursprüngliche System aussieht (s.o.), frage ich mich, ob ich im ersten Schritt zumindest Samba in das neue System wiederhergestellt bekomme? Zarafa wäre dann auch noch dran (ebenfalls mit sesam gesichert).

Ich habe schon einiges hier im Forum alsauch im Internet gesucht, gefunden (z.B. hier forge.univention.org/bugzilla/sh … i?id=30216) und auch gelesen. Allerdings beziehen sich die Informationen nicht ganz auf mein Problem bzw. ich scheitere schon an den ersten Schritten (bin Linux-Neuling).

Könnte mich bitte jemand bei meinem Unterfangen helfen? Habe schon einige Zeit damit versenkt und so langsam droht der Familienrat.

VG,
Kosinus


#2

Nochmals Hallo!

Evtl. sollt ich mal ein paar konkrete Fragen stellen:

  1. Wie in sdb.univention.de/1020 beschrieben, soll man anhand von “/etc/univention/installation_profile” das System neu installieren. Wie geht das? In der Datei finde ich außerdem nur die Anwendungen, welche ich bei der Initial-Installation ausgewählt habe und nicht auch die, die über die Zeit hinzugekommen sind.

  2. Per “univention-configuration-registry commit” soll die Konfiguration wieder hergestellt werden. Aber wie? Was muss konkret durchgeführt werden. Außerdem frage ich mich, ob ich die Konfiguration aus der angesprochenen Datei 1:1 auf ein neues System übernehmen kann. Hier gibt es bestimmt den einen oder anderen Unterschied, welche sich auch in der Konfiguration-Registry niederschlagen (s. auch meinen ersten Beitrag).

  3. Wie erwähnt, habe ich Backups mit SEP Sesam durchgeführt. Ich stelle fest, dass nach dem neu Aufsetzen des Servers scheinbar eine neuere Version von Sesam installiert wurde als zuvor eingesetzt (beim Vergleich der sm.ini). Somit schlagen all meine Versuche sesam mit den alten Einstellungen und Datenbanken wieder herzustellen (per “sbc”, s. forum.sep.de/de/viewtopic.php?f=11&t=2103) fehl. Wie kann ich ucs mitteilen, er möge bitte für Sesam eine bestimmte (ältere) Version zur Installation benutzen?

VG,
Kosinus


#3

Hallo,

SDB [sd]1020[/sd] bezieht sich eigentlich eher auf ein Restore mit derselben Version. Daher ist es eher nicht anzuraten, die gesicherte LDAP-Datenbank der c’t-Edition direkt einzuspielen. Dasselbe gilt für die UCS-Variablen aus der base.conf.

Aus meiner Sicht ist die weitere Vorgehensweise stark davon abhängig, wieviele Nutzer und Systeme/Clients im UCS verwaltet wurden. Bei einer überschaubaren Anzahl könnte man sich ggf. darauf beschränken, wirklich nur die Nutzerdaten zurückzusichern.

Zu SEP Sesam: Übers App Center bekommen Sie automatisch die vor wenigen Tagen aktualisierte Fassung. Sie können sich aber auch die 4.2.1 als .deb von SEP Download holen und mit dpkg installieren.

Viele Grüße,
Dirk Ahrnke


#4

Hallo,

danke für die Rückmeldung. Bez. der Benutzeranzahl ist es wahlich nicht dramatisch. Ich bin ein Freund der Windows GPO’s und habe hier einige Anpassungen vorgenommen und Zeit investiert, die ich gehofft habe evtl. wieder über eine LDAP-Rücksicherung wieder hergestellt zu bekommen.

Noch ein Hinweis, ist in meinen bisherigen Beschreibungen nicht klar rüber gekommen: Ich habe die ursprüngliche c’t-Edition regelmäßig aktualisiert. Sie hatte vor dem Unfall die Version 3.2 errata 111. Die Neuinstallation hat nun errata 128. Wäre dies unprblematischer für eine LDAP-Rücksicherung? Vorallem im Hinblick auf die noch austehende Rücksicherung der Zarafa-Postfächer könnte dies auch noch entscheidend sein, oder?

VG,
Kosinus


#5

Hallo,

Für die Zarafa-Postfächer ist der Versionsunterschied vermutlich eher unkritisch solange man nicht auf eine ältere Version zurückspielt. SEP sesam benutzt das Bricklevel-Tool von Zarafa. Hintergrund-Info: 10.3. Brick-level backups.

Innerhalb derselben Major.Minor von UCS ist generell ein LDAP-Restore etwas unkritischer. Die Verfahrensweise sollte wegen der Kombination mit Samba 4 aber zumindest an das Skript aus [bug]30216[/bug] angelehnt sein.
Die c’t Edition hatte aber nach meiner Erinnerung ein paar Besonderheiten, da bin ich mir nicht sicher, ob eine pauschale Rücksicherung angebracht ist.

Viele Grüße,
Dirk Ahrnke


#6

Hallo,

ich habe nun zum Schluss eine Neuinstallation durchgeführt und die Benutzer bzw. Konfiguration man. wieder hergestellt.

Wichtige Erfahrung: Eine Neuinstallation mit einer aktuellen Installations-CD führt nicht zwingend zu der gewünschten Ausgangssituation, da die c’t-Edition noch div. Lizenz-Erweiterungen mitbringt (in meinem Fall f. SEP-Sesam und Zarafa).

VG,
Michael K.