UCS 4.1 - LVM erweitern auf geclonter Platte

ucs-4-1
lvm

#1

Hallo,

ich muss heute unsere Festplatte tauschen, weil der Platz leider nicht mehr ausgereicht hat. Jetzt hab ich mit Clonezilla eine “device-to-device” Kopie der 2TB auf eine 4TB erstellt.

Nun muss das LVM (ucs_vg_root-lv_ucs_root) erweitert werden, denn im Moment werden den 4TB nur 2 TB genutzt.

Außerdem erhalte ich beim “fdisk -l” den Hinweis:
“ucs_vg_root-lv_ucs_root doesn´t contain a valid partition table” - trotzdem startet der UCS-Server und ich kann mich anmelden

Könnte mir jemand einen Link schicken, wie ich das ganze wieder, aber jetzt mit 4TB, zum laufen bekomme?


#2

Ich hätte an deiner Stelle ja die neue Festplatte zu einem sogenannten physical volume gemacht, dann die neue Platte in die volume group ucs eingebunden und dann den Inhalt von LVM auf die neue Platte verschieben lassen. Das wäre deutlich weniger Downtime gewesen. Anschließend hättest du nur noch die alte Platte aus der volume group entfernen müssen und dann hättest du sie ausbauen können.

So mußt du jetzt erst mal die Partition vergrößern oder eine zweite Partition als physical volume einbinden:

EDIT: Und bei der Gelegenheit hätte ich auch gleich mal ein RAID 1 mit mdadm eingerichtet.


#3

Danke für den super Link - er scheint mir sehr hilfreich.

Leider bekomme ich die LVM- Partion nich vergrößert. GParted meldet, dass das “msdos” (also MBR) System nicht mehr zulässt. Ich müsste also auf GPT wechseln. Leider geht das aber nur mit einem “Datenverlust” innerhalb von GParted.

Jemand eine Idee, wie ich das dennoch hinbekomme? Oder sollte ich dann den freien Bereich als “Primäre Partion” angelegen und das LVM auf diese Partition erweitern?

Was wäre an dieser Stelle sinnvoll (ich habe immer noch die 2TB - Original-Platte als Datensicherungsquelle)


#4

Du mußt die Partition löschen und neu anlegen. Anschließend muß pvresize darüberlaufen.

Das ginge eben auch.

Das hängt davon ab was du willst. Alle drei Methoden sind machbar.

Ich bin damals den in meiner ersten Antwort skizzzierten Weg gegangen. /boot hatte ich dabei zunächst auf der alten Platte gelassen und hab es später auf einen USB-Stick umgezogen. Das hat den Vorteil, daß man später wieder ohne große Downtime den Speicher erweitern kann und man bei Bedarf problemlos ein neues Bootmedium erstellen kann sofern man ein Backup hat.

Ein RAID sah ich damals dann auch als Pflicht an. Ich weiß ja nicht wie wichtig die Daten auf dem Server sind, aber ich konnte danach deutlich besser schlafen. Es ersetzt aber natürlich kein Backup.


#5

Das Problem mit dem MBR scheint doch nachhaltiger zu sein, als erst angenommen.

Nachdem ich nun den Weg gegangen bin, dass ich den freien Bereich als neues Physikalisches Volume angelegt habe, kann ich troztdem nicht mehr als 2TB adressieren. Auch nach dem Erweitern mit lvextend bekomme ich nur 4% mehr freien Speicher.

Ich muss also einen Weg finden, dass ich MBR nach GPT portiert bekomme ohne Datenverlust - dann müsste ich nochmal das lvextend ausführen und dann sollte der freie Speicher auf dem PV dann 0 sein

Welche Tools gibt es - bzw. wie kann ich per Clonezilla von einer MBR-Platte auf eine GPT-Platte schreiben


#6

Ah ja an dieses “kleine” Problem habe ich gar nicht gedacht. Jetzt kann ich wirklich nur noch empfehlen es so zu machen:

Aber wenn du es gerne umständlich machst:


#7

OK - ich denke das werd ich dann wohl so machen müssen, denn anders bekomm ich das wohl nicht mehr hin.

Hast du eine Beschreibung dafür, wie man das ganze Befehlsmässig macht?

Besondere Herausforderung ist aber, das UCS ja schon 3 Partionen auf der Ursprünglichen 2TB Platte angelegt und nur die 3. Partition das LVM ist. Letztendlich soll ja die 2TB ausgebaut werden und die 4TB drin bleiben - so der Plan

Ich werd dazu aber eine neue Anfrage erstellen, da die Frage ja beantwortet war, die ich ursprünglich erstellt hatte