Templates im Allgemeinen, DHCP und DNS im speziellen

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#1

Ich suche nach einer möglichst vollständigen Anleitung für die Bearbeitung von Templates im Allgemeinen, um nicht unterstützte Einstellungen vorzunehmen und für DHCP und vor allem DNS im Besonderen.

Wie funktioniert das mit den Templates so, dass ich nichts kaputt mache und wo gibt es ein gute, möglichst vollständige Anleitung?

TIA


#2

Moin,

ich hab genau zu dem Thema vor ein paar Wochen einen Blog-Post geschrieben. Lesen Sie sich den doch mal durch. Wenn dann noch Fragen bestehen, immer her damit.

Gruß
mosu


#3

Sieht gut aus, vielen Dank! Ich werde ein Weilchen brauchen bis ich da durch bin. Ich gebe auf jeden Fall Feedback!


#4

So, jetzt habe ich mir das mal angeschaut und bin mir trotzdem noch ein wenig unsicher. Das konkrete Beispiel bezieht sich ja auf die Multifilevariante. Ich habe beim Bind aber kein Multifile. Wie gehe ich da jetzt genau vor? Ich will die name.conf erweitern. Mache ich jetzt jeweils eine eigenes “info”, “variables” und “templates” File oder erweitere ich das vorhanden? Was ich aus dem Blogpost gelesen habe ist, dass ich in “templates” auf jeden fall die Originaldatei bearbeiten muss. Bei “info” und “variables” nehme ich zwar an dass das auch so ist, aber im Bologpost steht das so nicht ausdrücklich, falls ich es nicht übersehen habe.

Am Rande noch ein kleiner Bugfix: Es muss heissen: /etc/univention/templates/info und nicht /etc/univention/info - zumindest in der aktuellen UCS Version.


#5

Huhu,

Das hängt ein wenig davon ab, was für Optionen Sie genau setzen wollen. Für bind (und übrigens auch den dhcp-Daemon) gibt es sogar eine potenziell noch einfachere Variante: es gibt eine Datei, die von der Haupt-Konfiguration includiert wird, die aber eben gerade nicht durch den Template-Mechanismus erzeugt wird. Ihr Zweck ist, dass Benutzer wie Sie dort Optionen eintragen können, die nicht überschrieben werden. Bei Bind hängt’s davon ab, welches Backend (siehe ucr get dns/backend) benutzt wird (alle Pfade relativ zu /etc/bind):

  • Für Samba4-Backend werden local-predlz.conf.samba4 und local.conf.samba4 includiert (siehe named.conf.samba4.
  • Bei LDAP ist es nur local.conf.

Können Sie genauer sagen, was Sie dort einfügen wollen?

Ah cool, klar — Flüchtigkeitsfehler. Werde ich gleich korrigieren. Danke.

Gruß
mosu


#6

Mit dem .local geht es da leider nicht, meine ich. Es soll ein “also-notify” im Bind werden und das steht mitten in der bind.conf und hat auch (zumindest bei mir) einen Wert dessen Sinn ich nicht so ganz verstehe, nämlich localhost:

options {
	directory "/var/cache/bind";
	also-notify {
		127.0.0.1;
	};
	listen-on { any; };
	listen-on-v6 { any; };
};

Ganz unabhängig vom konkreten Fall wüsste ich schon gerne wie das bei der Variante “nicht Multifile” tatsächlich ist.


#7

Bei single-file-Templates muss man die vorhandene Template-Datei direkt bearbeiten — leider. Das bedeutet auch, dass man nach jedem Update prüfen sollte, ob es für die angepassten Templates neue Versionen gibt (deren Dateiname endet dann mit .dpkg-new). Falls das der Fall ist, muss man die manuellen Änderungen am vorhandenen Template in die .dpkg-new übertragen und die .dpkg-new dann umbenennen und damit zum aktiven Template machen. Anschließend noch mal ein ucr commit.

Also praktisch das, was man bei allen anderen Debian-Konfigurationsdateien auch machen muss, wenn man sie jemals manuell bearbeitet hat und neue Versionen installiert.

Gruß
mosu


#8

@Moritz_Bunkus Ich experimentire jetzt etwas intensiver mit den Templates und bin auf das hier gestossen:

Dort lese ich:

Ich würde aber grundsätzlich sagen, dass die Konfiguration von Programmen eher mit UCR gemacht werden sollte, genau dafür ist es ja da. Vielleicht bietet sich hier eher ein Frontend für die spezifischen UCR-Variablen an? Es steht natürlich bereits eine Oberfläche durch das entsprechende UCR-Modul in der Management Console zur Verfügung.

Verstehe ich das richtig? Es gibt einen Weg UCR-Variablen per Web-GUI zu bearbeiten?


#9

Huhu,

Ja klar. Nach der Anmeldung in der UMC auf dem Server, auf dem man die UCR-Variablen bearbeiten möchte, einfach zu »System« → »Univention Config Registry« navigieren.

Gruß
mosu


#10

Ohne Worte … danke … die Welt wird langsam runder … warum erfahre ich das denn erst jetzt? :slight_smile:


#11

read the fine manual :point_left::muscle:

Im Fall von also_notify: Wie Moritz schon schrieb: leider kommst Du um das konfigurieren der template-Datei nicht herum, der Artikel von Dezember 2014 ist dazu immer noch aktuell.