Mailserver "Spezialkonfiguration" vor Umstellung

german

#1

Hallo,

ich habe folgendes Problem. Wir steigen in kürze von einem MS Exchange 2003 auf ein UCS mit Zarafa um. In der Übergangszeit werden jedoch beide Mailserver für ca 1 Monat parallel laufen, da wir nicht zeitgleich alle Userkonten umstellen können.

Nun habe ich 2 Probleme.

  1. ich habe 1 Domain, die auf beide Mailserver aufgeteilt werden müssen. Mails von extern ist kein Problem, das macht unser Mailgateway. Mails vom Exchange an eine adresse am Zarafa ist auch schon gelöst, nur eben der umgekehrte Fall nicht. Sprich wenn ich vom Zarafa ein Mail an einen User vom Exchange schicken möchte, bekomme ich natürlich immer die Meldung dass der user nicht existiert, da er ja am neuen System noch nicht angelegt ist. Ich bräuchte also am Zarafa eine Regel, die mir alle Mails von denen kein Konto existiert auf den Exchange weiterleitet. Das müsste doch eigentlich mit Postfix möglich sein, nur irgendwie bring ich es nicht zum laufen.
    Im Prinzip reicht mir auch eine “Quick&Dirty” Lösung, da es ja ohnehin nur in der Übergangszeit benötigt wird, bis der Exchange Geschichte ist :slight_smile:
  2. am Exchange habe ich leider sehr viele Postfächer größer 2GB, die ich nicht so einfach exportieren kann. Am liebsten wäre mir pro User ein PST File, dass die User dann einfach als File im Outlook öffnen können. Gibts hier vielleicht Ideen/Erfahrungen?

Danke schon mal im Voraus!
LG aus Österreich,
Michael


Einrichtung E-Mail
SMTP-Relay per recipient / unknown in virtual mailbox table
#2

Hallo,
nur Ideen…
zu 1:
Ich versuche zumeist, so etwas mit Kontakten zu lösen. Das hat den Vorteil, dass die GAL zu jeder Zeit komplett ist. Als SMTP-Adresse nimmt man dann entweder einen zusätzlichen Alias (z.B. user@exchange.domain.tld) oder der Smarthost weiß, was zu tun ist.
zu 2:
Sie spielen vermutlich auf die Nutzung von Exmerge und dessen Unfähigkeit, Unicode-PSTs zu erzeugen an. Was ist mit dem Migrationstool von Zarafa?

datasource_type = Exchange destination_type = PST
Mit einer anderen Quelle geht das jedenfalls.

Viele Grüße,
Dirk Ahrnke


Postfix: Nur bestimmte Adressen lokal ausliefern
#3

Hallo,

ad 1: an diese Variante dachte ich zuerst auch, allerdings gibt es ein Problem wenn man ein Mail von einem internen User bekommt der noch über den Exchange sendet, und der neue User auf zarafa geht auf antworten.
Dann kommt dieses Mail nie am Exchange an.

ad 2: ich kenne das Zarafa Migrationstool gar nicht, sollte ich mir mal anschauen, bzw. bei Zarafa nachfragen :slight_smile: danke für den Tipp!

LG, Michael Putzinger


#4

Hallo,

Das Mailrouting lässt sich im Postfix über diverse Maps beeinflussen. Im einfachsten Fall erstellt man die manuell.
Ich hab bei uns aus akademischen Gründen ein relativ komplexes Setup gebaut, um Zarafa, Kolab, den Standard-Mailstack und noch eine alte UCS-Integration parallel betreiben zu können. Mein Setup beruht darauf, dass es bereits ein “ldap.transport”-Map im Mailstack gibt. Dort wird das LDAP-Attribut univentionMailHomeServer für eine bestimmte Zieladresse abgefragt. Über die GUI kann man zwar nur UCS-Systeme bei denen der Service “IMAP” definiert ist, angeben, über die Kommandozeile gehen aber auch andere Ziele

# udm users/user modify --dn "uid=einnutzer,cn=users,dc=domain,dc=tld" --set mailHomeServer="some.other.host"

Das ist aber nur eine von vielen Möglichkeiten. (Disclaimer: … und könnte Risiken und Nebenwirkungen haben)

Das Zarafa-Migrationstool liegt für Subskriptionskunden im selben Downloadverzeichnis wie das Zarafaclient MSI-Paket. Sie benötigen zum Download Benutzername und Kennwort vom Kundenportal. Ich bin mir nicht sicher, ob ich das hier direkt verlinken kann. Bei den Downloads im Portal ist ganz unten ein Link auf den “Download-Index”. Im Zweifel wenden Sie sich bitte an Ihren Zarafa-Partner.
Dokumentation zum Tool liegt hier: The Migration Manual

Viele Grüße,
Dirk Ahrnke


#5

Nachtrag, weil grad in einem anderen Thread gebraucht:

Damit der Trick mit den ldap.transport Map funktioniert, muß natürlich auch

mail/postfix/transport/ldap/enabled: yes

gesetzt sein. Der Standard ist “false”