KDE deaktivieren

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#1

Hallo Zusammen,

nur zwei allgemeine Fragen:

  1. Nachdem ich die KDE-App aus UCS gelöscht habe, kommt dennoch eine KDE-GUI beim Starten des Servers. Wo und wie kann ich diese deaktivieren - dauerhaft?

  2. macht Univention hin und wieder automatisch oder wenn man etwas über den univention-installer installiert Updates? Es schien als hätte UCS dies getan und nach einem Neustart konnte der neueste Kernel das RAID mit dem crypt-Container nicht laden, erst als ich einen vorherigen Kernel gewählt hatte, funktionierte der Start wie gewohnt.

danke und viele Grüße
Ben


#2

Moin,

Ich vermute, dass Sie den Login-Manager meinen, oder? Der Login-Manager ist erst mal unabhängig davon, was anschließend als Desktop-Environment gestartet wird. Auch KDEs Login-Manager »kdm« kann z.B. GNOME starten und umgekehrt.

Oder meinen Sie, dass nach dem Login tatsächlich wieder ein komplettes KDE geladen wird?

Prüfen Sie doch mal, ob »kdm« noch installiert ist: dpkg -l '*kdm*'

Automatisch und komplett ohne Zutun der Administrator*in werden keine Updates installiert.

Wenn man aber Apps nachinstalliert, so werden in dem Moment:

  1. die Paketlisten aktualisiert,
  2. die zu installierenden App-Pakete installiert und
  3. evtl. neuere Versionen von davon abhängigen Paketen installiert.

Ein Kernel-Update sollte da eigentlich nicht dabei sein.

Die Installation von Paketen wird in der Logdatei /var/log/dpkg.log protokolliert. Schauen Sie doch da mal nach, wann das problematische Kernel-Paket installiert wurde. Die Angaben, was zeitgleich installiert wurde, sollten Aufschluss geben, was in dem Moment von der Administrator*in gemacht wurde. Falls Sie den Kernel da nicht finden, dann wurde die Datei bereits rotiert; schauen Sie also nach /var/log/dpkg.log.1 etc.

Ist der »neueste Kernel« auch wirklich ein UCS-Kernel? Zeigen Sie bitte mal die Ausgabe hiervon:

dpkg -l 'linux-image*'
ls -l /boot
uname -r

Probieren Sie nun, die Initial Ramdisks neu bauen zu lassen — eventuell sind auf der für den problematischen Kernel die erforderlichen Tools nicht installiert.

Vorher sollten Sie allerdings mal die Initial Ramdisk des funktionierenden Kernels sichern.

Beides zusammen geht mit folgenden Befehlen:

cp /boot/initrd.img-$(uname -r) /root/backup-initrd.img-$(uname -r)
update-initramfs -k all -u

Anschließend mit dem »neuesten Kernel« rebooten.

Gruß,
mosu