Intel Modular Server

hardware
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#1

Hallo,
ich habe Probiert UCS auf unserem Intel Modular Server zu installieren:
Setup = läuft ohne Fehler durch

allerdings tut sich nach einem Systemstart nichts mehr, da der Kernel wohl keinen Treiber für die LSI Karte drinnen hat.
Es ist ein LSI 1064E (Integrated LSI* 1064e controller)
rackservers.com/blade-rackse … erver.aspx

Fehler Meldung (Permanent)
udedevd[48]: timeout: killing ‘/sbin/modprobe -b scsi:t-0x00’

hat das schon mal jemand ans laufen bekommen?

René


#2

Hallo René,

zur Info: Generelle Hinweise zu kompatibler Hardware finden sich bei uns unter folgendem Link:
https://www.univention.de/produkte/dokumentation/

Mit dem LSI 1064e haben wir keine konkreten Erfahrungswerte, wohl aber z.B. mit dem LSI MegaRAID SAS1068 - eine kurze Google-Recherche ergibt auch einige Positivmeldungen für den 1064e, weshalb ich hier eher etwas anderes vermuten würde.

Verwendest du ein aktuelles UCS Iso (UCS 4.0-2)?

Viele Grüße,
Tim Petersen


#3

Hallo René,

erst mal willkommen im Forum.

Wenn die Installation funktioniert hat, sollte es prinzipiell lösbar sein. Die mpt* Module sind im 3.16er Kernel enthalten, Firmware scheint keine benötigt zu werden, und der Installer hat ja auf die Platten zugreifen, Partitions erzeugen und Dateien drauf kopieren können.

Wenn ich in eine aktuelle UCS 4 Maschine schaue, steht in /etc/initramfs-tools/initramfs.conf der Wert MODULES = most, was bedeutet, daß alle Hardware-Treiber in die Initrd kopiert werden sollen (und damit zur Verfügung stehen sollten, wenn der startende Kernel die Root-Partition mounten will).

Ich würde mal am konkreten Fehlerhost prüfen und vergleichen:

  1. Welche Module hatte der Installer geladen, als das Zugreifen auf die Platten funktioniert hatte?

Install-CD nochmal einlegen, Installation starten, durchklicken bis zu der Stelle, an der die vorhandenen Platten angezeigt und ein Partition-Schema vorgeschlagen wird, dann Ctrl-Alt-F2 drücken, auf der dortigen Konsole Enter drücken, dann die Befehle uname -a und lsmod | more eingeben und die Ausgaben aufschreiben (Der zweite Befehl liefert viele Bildschirmausgaben, deshalb nach dem Abschreiben jeweils Leertaste drücken, bis –More– nicht mehr erscheint)

  1. Welche Module sind in der initrd wirklich zur Verfügung?

Hierzu müßte man eine Live-CD eines Fremdsystems benutzen, mit der man das Filesystem öffnen kann, das sich bereits auf der Platte befindet; also meinetwegen eine Ubuntu- oder Knoppix- oder PartedMagic CD. Da müßte man die Partition finden, auf der das Verzeichnis /boot/grub liegt, und die dortige initrd- öffnen (Versionsnummer ist ein Beispiel von UCS 4.0.1)

gunzip <initrd.img-3.16-ucs109-amd64 | cpio -t 2>/dev/null >initrd.list

und in der Ausgabedatei ‘initrd.list’ sollte man dann die betreffenden Module wiederfinden. Entscheidend wäre sd_mod (weil scsi:t-0x00 ein Alias für sd_mod ist) und alle Module, deren Name mit ‘mpt’ anfängt.

Bei meiner Vergleichsmaschine sind die Module alle vorhanden; es kann also immer sein, daß es eigentlich ein ganz anderes Problem ist.

viele Grüße
Frank Greif.


#4

Das Problem am Intel Modular Server dürfte nicht der LSI Controller sein, sondern das an dem Controller keine Festplatten sondern ein (Multipath)-SAS-SAN angeschlossen ist. Schau mal vier Beiträge weiter unten.