eGroupWare in UCS

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Dieser Artikel wird in der Univention Supportdatenbank weiter gepflegt: http://sdb.univention.de/

eGroupWare ist ein auf PHP-basierendes Groupwaresystem. Es bietet neben den gängigen Groupwarefunktionen auch eine Vielzahl von Möglichkeiten der Synchronisation, wie z.B. SyncML.

Um eGroupware zu installieren müssen zuvor folgende Vorraussetzungen geschaffen werden:

Installation der nötigen PHP-Erweiterungen mit den folgenden Befehlen:

apt-get install php5-pgsql php5-imap univention-postgresql
pear install Auth_SASL
pear install Net_Socket
pear install Net_IMAP
pear install Net_Sieve
pear install channel://pear.php.net/HTTP_WebDAV_Server-1.0.0RC4
pear install Log

Im nächsten Schritt muss die PostgreSQL-Datenbank auf denEinsatz von eGroupWare vorbereitet werden. Die folgenden Anweisungen müssen als Benutzer ‘postgres’ ausgeführt werden, zu dem man mit folgendem Befehl wechselt:

su postgres

Als nächstes muss der Benutzer und die Datenbank für eGroupWare angelegt werden:

createuser --no-adduser --no-createdb -P egroupware
createdb --encoding=utf-8 --owner egroupware egroupware

Zum Abschluss der Datenbankvorbereitung muss noch der Zugriff auf die Datenbank durch editieren der Datei “/etc/univention/templates/files/etc/postgresql/7.4/main/pg_hba.conf.d/10-pg_hba.conf” erlaubt werden. Es muss unter der Zeile

host    pkgdb   all     @%@pgsql/pkgdb/network@%@       @%@pgsql/pkgdb/netmask@%@       pam

die Zeile

host    egroupware egroupware 127.0.0.1/32 password

eingefügt werden und die Datei mit

univention-config-registry commit /etc/postgresql/7.4/main/pg_hba.conf

neu erstellt werden. Um die Änderungen wirksam zu machen muss der Datenbankserver mit

/etc/init.d/postgresql-7.4 restart

neu gestartet werden. Danach kann der Benutzer ‘postgres’ mit ‘exit’ wieder verlassen werden und als normaler Benutzer weitergearbeitet werden.

Im nächsten Schritt muss PHP auf den Einsatz von eGroupWare vorbereitet werden. Dazu müssen in der Datei “/etc/php5/apache2/php.ini” folgende Variablen geändert werden:

memory_limit = 32M
max_execution_time = 60
magic_quotes_gpc = Off
upload_max_filesize = 16M
session.gc_probability = 1
session.gc_divisor     = 10
session.use_trans_sid = Off
mbstring.func_overload = 7

Um die Änderungen wirksam zu machen muss Apache mit dem folgenden Befehl neu gestartet werden:

/etc/init.d/apache2 restart

Im weiteren muss noch die Ordnerstruktur für eGroupWare erzeugt werden:

mkdir /var/lib/egroupware/
mkdir /var/lib/egroupware/default/
mkdir /var/lib/egroupware/default/files/
mkdir /var/lib/egroupware/default/backup/
chmod -R 770 /var/lib/egroupware/

Danit sind alle nötigen Vorbereitungen Abgeschlossen und es kann mit der Installation von eGroupWare begonnen werden.

Zunächst muss in das Zeilverzeichniss gewechselt werden und eGroupWare heruntergeladen werden:

cd /var/www
wget
http://downloads.sourceforge.net/egroupware/eGroupWare-1.4.002.tar.gz?modtime=1190735545&big_mirror=1

Anschließend wird eGroupWare entpackt, wodurch sich das Unterverzeichnis eGroupWare bildet:

tar -xzf eGroupWare-1.4.002.tar.gz

Durch einen Aufruf von /egroupware/ öffnet sich jetzt eine Installationsseite die überprüft, ob die Vorraussetzungen für eGrouWare erfüllt sind. Mit Ausnahme der Warnungen bezüglich mysql, odbc und oci8, welche für den in dieser Installationsanleitung angestrebten Installationstyp nicht von Relevanz sind, sollte das Skript ohne Fehler durchlaufen. Sollten sich noch weitere Fehler oder Warnungen ergeben, müssen diese behoben werden.

Durch einen Klick auf “weiter” gelangt man zu dem Punkt “Schritt 1 - Einfache Verwaltung der Anwendungen”, der durch einen klick auf “Anwendungen installieren” durchlaufen wird.

Im “Schritt 2 - Konfiguration” wird die Konfiguration von eGroupWare vorgenommen.
Es müssen folgende Daten eingetragen werden:

Hostname des Computers auf dem der Server läuft: localhost
POP/IMAP Mail Server Hostname oder IP Adresse: localhost
SMTP Server Port: 25

Welche Art der Authentifizierung wollen Sie benutzen: LDAP
Wo wollen Sie die Benutzerkonten speichern: LDAP

LDAP-Host: localhost
LDAP-Kontext für Benutzerkonten (Achtung: in diesem Beispiel heisst die
LDAP-Domäne ucs.test, die Daten müssen verändert werden!):

cn=users,dc=ucs,dc=test
LDAP Suchfilter für Benutzerkonten, Vorgabe “(uid=%user)”, %domain=eGW Domain:
(uid=%user)
LDAP-Kontext für Gruppe (Achtung: s.o.): cn=groups,dc=ucs,dc=test
LDAP rootdn Benutzerkonten suchen und Passwörter ändern)(Achtung: s.o.):
uid=Administrator,cn=users,dc=ucs,dc=test
LDAP-Root-Passwort:

Anschließend muss die Datei header.inc.php heruntergeladen werden und im
Verzeichnis “/var/www/egroupware” des Servers abgelegt werden.

Anschließend können noch weitere Einstellungen in den Konfigurationsmenüs
vrogenommen werden. Mit der oben vorgenommenen Konfiguartion erfolgt die
Authentifizierung bereits gegen das LDAP-Verzeichnis. Normale Benutzer haben standardmäßig keine Rechte, können also Anwendungen in eGroupWare nicht
nutzen. Diese Rechte müssen durch den Administrator erteilt werden. So
kann dies mit der Gruppe users im Konfigurationsbereich von eGroupWare unter
Benutzergruppen geschehen. So kann man z.B. allen Benutzern pauschal erlauben
den Kalender zu benutzen.

Verwendung von SyncML in eGroupWare

Es gibt die Möglichkeit eGroupWare mit mobilen Geräten, wie Handys und PDAs
über das Synchronisationsprotokoll SyncML abzugleichen.
Dazu müssen auf dem Mobilgerät folgende Einstellungen getroffen werden:

Serveradresse: /egroupware/rpc.php
Port: 80
Benutzername:
Passwort:

Kontakte:
Synchronisieren: Ja
Externe Datennak: ./contacts

Kalender:
Synchronisieren: Ja
Externe Datenbank: ./calendar

Wenn größere Mengen an Daten synchronisiert werden, kann es hilfreich sein, die Variable “memory_limit” auf einen höheren Wert zu setzen.

Für weitere Informationen zu SyncML mit eGroupWare siehe:
egroupware.org/index.php?pag … stallHowto

Alternativ zur oben genannten manuellen Installation gibt es auch noch das Paket “egroupware” in Debian Lenny, das ggf. manuell gebaut werden kann.