Was passiert bei einem Update auf UCS 3.0 mit UCD und TCS?

german

#1

Moin!

Ich möchte auf einem DC Slave mit den Komponenten UCD und TCS das Update auf UCS 3.0 durchführen, ggf. mit Verzicht auf die beiden Komponenten, da diese (noch) nicht für 3.0 verfügbar sind. Dieser Updatepfad scheint aber noch nicht dokumentiert zu sein, genügt es, die UCR Variable für die beiden Komponenten auf disabled zu setzen? Was passiert mit den installierten Paketen, ist die Desktopumgebung danach noch brauchbar oder werden die Pakete deinstalliert? Lässt sich danach noch die Standard Desktop Umgebung von UCS 3.0 installieren?

Mit freundlichen Grüßen,
Andreas Burkert


#2

Hallo Herr Burkert,

die Prüfungen im Update auf 3.0 verhindern das Update wenn die Komponenten-Repositories aktiviert sind. Eine Deaktivierung der Repositories via UCR ist daher mindestens notwendig.

Die in der Produktentwicklung durchgeführten Update-Tests haben das Update mit installierten UCD und TCS-Komponenten nicht berücksichtigt, daher ist die Empfehlung diese Komponenten und ihre Abhängigkeiten zu deinstallieren. Dazu sind – ungetestet aus dem Kopf – mindestens folgende Pakete per “apt-get remove --purge” zu deinstallieren (sofern vorhanden):

[ul]
[li]univention-thin-client, sowie alle univentionthin Pakete[/li]
[li]univention-kde[/li]
[li]univention-gdm*[/li]
[li]univention-appliacation-server[/li]
[li]univention-session[/li][/ul]

Anschließend sollten installierte Abhängigkeiten per “apt-get autoremove --purge” ebenfalls entfernt werden. Wenn das System vor UCS 2.3 installiert wurde, greift ein “autoremove” ggf. nicht. Bitte entfernen Sie dann in einer manuelle Prüfung Pakete, die nicht benötigt werden (z.B. KDE-Pakete).

Bitte sichern Sie das System vor dem Update, um ggf. einen Rollback durchführen zu können. Nach dem Update auf UCS 3.0 können Sie die dann verfügbare Desktop-Umgebung über die UMC (Modul “Basis-Einstellungen” Tab “Software”) installieren. Bitte beachten Sie, das mit der Server-Desktop-Umgebung aus UCS 3.0 keine Terminalservices möglich sind.

Alternativ kann geprüft werden, ob eine Neuinstallation und Rücksicherung der Nutzdaten der einfacherere Weg ist. Das ist davon abhängig, welche Aufgaben der Server übernommen hat. Das Sichern/Rücksichern von Fileservices per “rsync” oder “tar” kann z.B. weniger aufwändig als das manuelle Prüfen der Paketlisten sein; bei Mail- oder Groupwareservices ist dagegen mit höheren Aufwänden und ggf. Anpassungen an den Daten zu rechnen.

Mit freundlichen Grüßen
Ingo Steuwer