Update/release cycle für Core Edition

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#1

Hallo zusammen,

ich habe einige Fragen zu den Lizenzbedingungen der Core Edition (im Folgenden mal CE abgekürzt).

Auf der Website, auf die das Wiki verweist, steht zum Thema Updatezyklen und Supportzeiträumen der CE:

  1. Angenommen, ich verpasse ein Release nach 6 Monaten, kann ich dann trotzdem updaten oder ist die Installation unbrauchbar geworden? Oder wird automatisch im Hintergrund aktualisiert, ohne dass ich zustimmen muss?

  2. Wenn ich mehr als ein Release zurückliege, kann ich dann kumulativ updaten oder muss ich alle bisherigen Updates der Reihe nach durchführen? Wie lange sind in diesem Fall ältere Updates bzw. der Weg zur aktuellsten Version verfügbar?

  3. Sollte sich die Lizenz der CE in einem neuen Release ändern (bzw. sie ganz eingestellt werden), kann ich dann weiterhin die letzte kostenlose CE unbegrenzt lang benutzen (mit den bekannten Sicherheitsrisiken durch fehlende Updates) oder muss ich zum nächsten Release zwangsweise aktualisieren, weil sie sich sonst abschaltet?

  4. Ist die CE generell als eine produktiv einsetzbare Version konzipiert, wenn man den fehlenden Support und den erhöhten eigenen Aufwand der Updates alle 6 Monate einrechnet (vergleichbar z. B. mit den 6-Monats-Releases von OmniOS oder einiger Linuxdistributionen); oder ist sie mehr für Evaluationszwecke und Testsysteme gedacht, die sowieso keine 6 Monate alt werden, und auf Dauer nicht für eine beständige Installation empfohlen?

Vielen Dank schon jetzt für eure Antworten.


#2

Hallo,

ich versuch mich mal an einer Antwort. Diese orientiert sich an dem, wie UCS aktuell funktioniert und dem, was ich bisher von Univention dazu erfahren habe.
Im Zweifel wenden Sie sich bitte an den Vertrieb von Univention.

Im Moment gibt es keine technischen Einschränkungen die zum Beispiel ab Mai 2016 die Aktualisierung von UCS 4.0 auf 4.1 verhindern würde. Die könnte zwar über ein Skript (preup.sh wird beim Upgrade nachgeladen) nachgerüstet werden, würde aber eher für Ärger sorgen als irgendwem etwas nützen. Es sollte aber jedem klar sein, dass man gegen die Lizenzbedingungen des Schenkungsvertrages verstösst, wenn man das Update wissentlich und vorsätzlich unterlässt. Wenn man das aus irgendeinem Grunde nicht akzeptieren will, sollte man die Software nicht einsetzen.

Automatische Updates müssen im Moment noch konfiguriert werden, es gibt offensichtlich Mitarbeiter von Univention, die damit Selbstversuche durchführen.

Updates sind bei UCS immer schon der Reihe nach für Major (z.B. 4.0 und 4.1) und Point-Releases (z.B. 4.0-4) auszuführen. “univention-updater” und dessen grafische Umsetzung in der UMC sorgen dafür.

Die Core-Edition ist identisch mit den kommerziellen Varianten und kann aus technischer Sicht genauso produktiv eingesetzt werden.

Viele Grüße,
Dirk Ahrnke


#3

Vielen Dank für Ihre ausführliche Antwort, das hilft mir schon sehr weiter.

Zwei Dinge habe ich aber noch nicht ganz verstanden:

Das habe ich nirgends gefunden, haben Sie da vielleicht einen Link parat? In univention.de/download/lize … re-edition steht ja nur, dass man keinen Anspruch auf Updates, neue Versionen usw. hat, was ja auch verständlich ist. Über einen eventuellen Verfall/Obsoleszenz einer einmal geschenkten Version sagt der Vertrag aber nichts aus. Oder gibt es da noch detailliertere Dokumente?

Die Idee dahinter ist: widerspricht es der Lizenz, einen UCS als Appliance zu erstellen und im lokalen (Teil-)Netz getrennt (z.B. über VLANs) bestimmten Rechnern zur Verfügung zu stellen für eine bestimmte Zeit (z. B. 5 Jahre); das ganze einmal richtig einzurichten und genau auf den Anwendungsfall zu konfigurieren, dass es problemlos und durchgängig läuft (bzw. alle notwendigen Fälle zu testen) und das dann genau so zu belassen. Also genau so, wie wenn ich heute einen SBS2011 kaufe, einrichte und dann Updates deaktiviere, weil er entweder bald keine mehr bekommt oder alle meine gewünschten Funktionen zu 100% erfüllt werden und er sicherheitstechnisch getrennt ist.

Also immer auf das letzte Pointrelease der eigenen Version und dann auf das nächsthöhere volle Release? Beispielhaft gesagt, ich bin auf 4.0-2, es gab 4.1-0 bis 4.1-4 und es kommt 4.2-0 raus, wie ist dann mein Pfad? Oder erkennt er das automatisch und nimmt nur das neueste Update? Mir geht es dabei weniger um den Aufwand des Updates, mehr um den Zeitpunkt, ab dem nur noch eine Neuinstallation ein Update ermöglicht.


#4

Hallo,

ich kenne weiteren Dokumente. In den Lizenzbedingungen selbst steht nichts zu der Maintenance Policy (die stehen in Preise und Subskriptionen, insofern werde ich meine Aussage dahingehend korrigieren, dass man nur gegen die Maintenance Policy verstösst. Was aber eben auch ein Verstoß ist.
Aktuell ist jedenfalls nichts eingebaut, was ein Upgrade verhindern würde.
Mir ist nicht bekannt, dass etwas in dieser Richtung geplant ist, ausschliessen will ich es selbst nicht und ich glaube auch bei Univention wird Ihnen niemand eine 100%ige Garantie geben.
Will man auf Nummer sicher gehen, sollte man eben zu einer Subskription greifen.

Bei einem Upgrade wird schrittweise immer auf das aktuellste Point-Release aktualisiert, danach würde es dann mit der nächsten Major weitergehen. Sollte die dann ihrerseits Point-Releases haben, werden die angeboten. Zum Schluß kommen dann die Errata, die noch nicht im Point-Release sind.

Viele Grüße,
Dirk Ahrnke


#5

Da fehlt was.
Bitte “keine” an passender Stelle denken.