Festplattedurchgriff bei einer VM

virtualization
german

#1

Hallo,

ich habe den Univention 3-Server installiert und darauf eine virtuelle Maschine eingerichtet und mit dem Lizenzkey lizensiert.

In dem Server selbst habe ich eine zweite Festplatte installiert und als /dev/sdb1 eingebunden.
In der virtuellen Maschine habe ich diese Festplatte ebenfalls als /dev/sdb1 eingebunden und in /etc/fstab mit der Angabe “/dev/xvda /daten ext3 defaults 0 1” gemountet.
Weiterhin habe ich eine Freigabe auf die Festplatte über den Server erstellt, mit deren Hilfe ich über den Windows-Explorer Daten auf die Platte kopieren kann.

Nun zu meinem Problem:
Auf der Festplatte war bei dem ersten Einhängen ein Datenbestand vorhanden.
Ich erstelle nun unter Windows über die Freigabe ein Verzeichnis auf der Festplatte /dev/sdb1 und kopiere Dateien in dieses Verzeichnis.
Wenn ich mit Hilfe von putty per Kommandozeile auf /dev/sdb1 auf dem Server zugreife, kann ich das erstellte Verzeichnis und die zugehörigen Dateien sehen.
Greife ich per Kommandozeile auf die virtuelle Maschine und das dort gemountete Laufwerk (hier: /dev/xvda) zu, so ist das neu erstellte Verzeichnis mit den Dateien nicht vorhanden.
Der alte Datenbestand wird angezeigt, die Änderungen (neu angelegtes Verzeichnis) werden nicht angezeigt.
Ich habe also auf den beiden Systemen, die auf das identische Laufwerk zugreifen zwei unterschiedliche Verzeichnisstrukturen.

Ich wäre sehr dankbar, wenn mir bei der Lösung dieses Problems jemand behilflich sein könnte.


#2

Verstehe ich das richtig, du greift auf die gleiche ext3 Partition über 2 Maschinen zu???

Das einzige, was du damit erzielen wirst: Ein defektes Filesystem

Ein Netzwerkfilesystem wäre wohl hier der richtige Weg.


#3

Hallo nochmals,

ich habe nun die Platte auf dem Host aus der /etc/fstab heraus genommen und sie wird nicht mehr gemountet.
In der virtuellen Maschine habe ich sie weiterhin in der Konfiguration als Festplatte /dev/sdb1 eingebunden und mounte sie in der virtuellen Maschine als /xvda.

Nach einem kompletten Neustart des Servers ist dem Host die Verzeichnisstruktur in dem ehemals gemountetet Verzeichnis noch vorhanden und in der virtuellen Maschine ebenfalls. Allerdings haben die Verzeichnisse unterschiedliche Inhalte.

Wieso ist die Platte auf dem Host noch vorhanden??

Für Hilfestellungen wäre ich dankbar.

Gruß
StephanT


#4

Hallo,

in einem ersten Schritt sollten Sie auf dem Host verifizieren, dass die Platte /dev/sdb1 tatsächlich gegenwärtig nicht gemounted ist. Dies tun Sie am einfachsten mit dem Befehl mount.
Sollte die Festplatte aktuell nicht gemounted sein und sich dennoch Daten innerhalb des Verzeichnisses, welches als ehemaliger Mountpoint definiert war, befinden, so gehe ich davon aus dass die Festplatte auf dem Host zuvor nie gemounted war und Änderungen lediglich in dem als Mountpoint spezifizierten Verzeichnis direkt im Dateisystem von / angelegt wurden.

Kann dies so zutreffen?

Mit freundlichen Grüßen,
Tim Petersen


#5

Hallo Herr Petersen,

ich habe soeben getestet, ob die Platte unter /dev/sdb1 gemountet ist. Dies ist nicht der Fall.
Innerhalb des Verzeichnisses befinden sich aber Daten.
Die Platte war aber durch den Eintrag in der Datei /etc/fstab gemountet. Ich habe den entsprechenden mount-Eintrag aber inzwischen auskommentiert.
Auszug aus /etc/fstab:
/dev/sda1 / ext3 acl,errors=remount-ro,user_xattr 0 1
#/dev/sdb1 /test ext3 noauto 0 1
proc /proc proc defaults 0 0

Darüberhinaus habe ich ja auch über eine Freigabe auf das gemountete Verzeichnis zugegriffen. Dies ist jetzt jedoch nicht mehr möglich.
Die Platte ist auf der VM aber weiterhin über /dev/xvda gemountet.

Darüberhinaus habe ich jetzt aber noch eine Frage. Ich habe auch für das auf der VM gemountete Verzeichnis eine Freigabe in der Managementkonsole erstellt. Ein Zugriff von einem Client ist mir allerdings nicht möglich.

Viele Grüße
StephanT


#6

Hallo,

mir wird das ganze Szenario leider aktuell nicht klar - ich würde daher gern direkt zitieren und inline entsprechende Rückfragen stellen:

Ein Eintrag in der fstab allein reicht nicht aus, um sicher zu bestimmen, ob eine Partition aktuell gemounted ist - dies lässt sich nur sicher über die Ausgabe des Befehls “mount” bestimmen.

Welches Verzeichnis war hier auf welchem Host freigegeben, welche Partition auf welchem Host war auf das Freigabeverzeichnis gemounted und mit welchem Client haben Sie hierauf erfolgreich zugegriffen?

Die Partition /dev/sdb1 ist auf der VM auf den Mountpount /dev/xvda gemounted?

Um was für eine VM handelt es sich (Betriebssystem, Version, etc.)? Welches Verzeichnis auf welchem Host wurde freigegeben? Mit was für einem Client versuchen Sie die Freigabe zu erreichen? Ist ein genereller Netzwerkzugriff zwischen Client und VM möglich?

Generell wäre es gut, wenn hier mit konkreten Informationen gearbeitet würde. Parallel hierzu wäre es gut, wenn Sie Ihr Wunschszenario einmal beschreiben würden - mir wird aktuell leider nicht klar, was Sie versuchen umzusetzen.

Mit freundlichen Grüßen,
Tim Petersen


#7

Hallo Herr Petersen,

hier die Ausführungen zu Ihren Fragen:

  1. die Platte ist nicht gemountet. Dies ist das Ergebnis des Befehls mount. Die Platte taucht bei den gemounteten Laufwerken nicht auf.

  2. Ursprünglich hatte ich über die Managementkonsole eine Freigabe auf dem Host auf das Laufwerk /dev/sdb1 und das Verzeichnis /test eingetragen. Ein Zugriff von Windows-Explorer über \192.168.1.100\test auf das Verzeichnis war möglich. Jetzt, nachdem das Laufwerk nicht mehr gemountet ist, ist ein Zugriff über die Freigabe nicht mehr möglich.

  3. In der Konfiguration der VM auf dem Host ist das Laufwerk /dev/sdb1 als Festplatte eingetragen. In der Datei /etc/fstab der VM ist das Laufwerk /dev/xvda auf das Verzeichnis /test als zu mounten eingetragen. Das Laufwerk /dev/xvda wird auch gemountet, wie der Befehl mount anzeigt.
    Wenn ich die VM-Idee bisher richtig verstanden habe, taucht auch /dev/sdb1 bei der VM nicht mehr auf, sondern nur noch /dev/xvda?

  4. Bei dem Betriebssystem der VM handelt es sich um ein Debian 6. In der Managementkonsole des Host habe ich unter Freigabe eine Freigabe erstellt auf Server: VM.zuhause.xx und Pfad: /test. Ich versuche nun mit Hilfe des Windows-Explorers mittels \192.168.1.101\test auf dieses Verzeichnis zuzugreifen. Dieser Zugriff ist jedoch nicht möglich, da das Verzeichnis nicht gefunden wird.

Allgemeines zum Szenario:
Ich habe einen Server auf dem mehrere VM’s laufen. Diese dienen als Mail-Server, DMS und File-Server.
Bei den oben beschriebenen Problemen handelt es sich um den File-Server auf den alle Familienmitglieder zugreifen sollen.

Ich hoffe, ich konnte mit meinen Ausführungen weiterhelfen.

Viele Grüße
Stephan Thul


#8

Hallo,

auf einem Nicht-UCS System können Sie leider mangels Integration keine Management-Funktionen wie das Anlegen von Freigaben über die UMC verwenden - hierfür werden in UCS-Domänen clientseitige Mechanismen benötigt (UCS-Domänenkonzept). Für Debian müssten Sie dies daher selbst tun - sehen Sie hierzu gern den folgenden Link.
Alternativ können Sie als virtualisierten Fileserver natürlich auch ein weiteres UCS-System verwenden und dieses in die UCS-Domäne joinen. Hierdurch würden sich bedingt durch die nahtlose Integration diverse Vorteile, wie z.B. die Management-Funktionalität ergeben.

Mit freundlichen Grüßen,
Tim Petersen


#9

Hallo Herr Petersen,

vieleicht habe ich mich falsch ausgedrückt.
Bei dem virtualisierten System handelt es sich um ein UCS-System, welches mittels UVMM erstellt wurde und in die UCS-Domäne gejoint ist.
Managementfunktionalitäten sind auch auf der VM über die Managementkonsole vorhanden.

Gruß
Stephan Thul


#10

Hallo,

bitte prüfen Sie einmal die folgenden Punkte:
[ul]
[li]kann der Windows Client den Fileserver prinzipiell über das Netzwerk erreichen?[/li]
[li]Stimmen die Berechtigungen des Shares?[/li]
[li]Kann der Windows Client auf Shares auf anderen Systemen zugreifen?[/li]
[li]Können andere Systeme dieses Share erreichen?[/li][/ul]

Mit freundlichen Grüßen,
Tim Petersen


#11

Hallo,

herzlichen Dank für Ihre Hinweise.
Ich habe heute versucht den Fileserver über den Windows-Client zu erreichen.
Dies ist leider nicht möglich.
Muss ich den Samba-Dienst noch extra installieren ?

Viele Grüße
Stephan Thul


#12

Hallo,

Ich bin mir nicht sicher, ob ich Ihre Frage korrekt einschätze - haben Sie auf der virtualisierten Maschine kein Samba installiert?
Wenn Sie das System als Samba-Server verwenden möchten um Freigaben für Windows Clients freizugeben muss Samba selbstverständlich installiert sein.

Mit freundlichen Grüßen,
Tim Petersen


#13

Hallo Herr Petersen,

ich dachte, da ein Zugriff auf eine Freigabe des Host möglich war und samba auf dem Host nicht installiert war, müsste ich samba auf der VM auch nicht extra installieren.

Ich habe auf der VM nun samba installiert. In der Managementkonsole des Host habe ich eine Freigabe konfiguriert, die einen Zugriff auf die virtuelle Maschine erlauben müsste. Das zughörige Verzeichnis auf der VM existiert auch.
Sobald ich über den Windows-Explorer per \192.168.1.101\ auf die VM zugreifen will, erscheint die Fehlermeldung “Die Dateie “\192.168.1.101” wurde nicht gefunden. Überprüfen Sie die Schreibweise und wiederholen Sie den Vorgang, …”

Viele Grüße
Stephan Thul


#14

Hallo,

können Sie das System generell aus dem Windows Client heraus erreichen? (Ping, etc.)

Mit freundlichen Grüßen,
Tim Petersen